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    Fördermittel

    Neue Regeln für Heizungen

    Gebäudemodernisierungs­gesetz (GModG) 2026

    Eigentümerinnen und Eigentümer können wieder selbst entscheiden, welche Heizungsart sie einbauen. Gleichzeitig wird die Förderung klimafreundlicher Heizungen fortgeführt.

    In Kraft seit 29. Juli 2026 Förderbedingungen seit 21. Juli 2026

    Was ändert sich?

    Das Gebäudemodernisierungsgesetz ersetzt das bisherige Gebäudeenergiegesetz. Die einheitliche Vorgabe, bei der Wärmeversorgung mindestens 65 % erneuerbare Energien zu nutzen, entfällt. Das Gesetz setzt stattdessen stärker auf Technologieoffenheit und die freie Wahl der Heiztechnik.

    Die einheitliche 65-%-Vorgabe entfällt

    Die bisherige allgemeine Vorgabe eines Anteils von mindestens 65 % erneuerbarer Energien für Neu- und Bestandsbauten wurde aufgehoben.

    Mehr Wahlfreiheit bei der Heiztechnik

    Möglich bleiben unter anderem Wärmepumpen, Fernwärmeanschlüsse, Hybridheizungen, Biomasseheizungen sowie Öl- und Gasheizungen.

    Anforderungen an Öl- und Gasheizungen

    Öl- und Gasheizungen dürfen weiterhin eingebaut werden. Gleichzeitig sollen Grüngas- und Grünölquoten sowie eine schrittweise Biotreppe den Einsatz klimafreundlicher Brennstoffe erhöhen.

    2026

    Neue Wahlfreiheit

    Das GModG tritt am 29. Juli 2026 in Kraft und ersetzt das bisherige Gebäudeenergiegesetz.

    2028

    Grüngasquote geplant

    Für Grüngas ist eine Quote ab 2028 vorgesehen. Die Einzelheiten werden in einem gesonderten Gesetz geregelt.

    2029

    Start der Biotreppe

    Ab 2029 soll Öl oder Gas schrittweise ein verbindlicher Bioanteil beigemischt werden.

    2045

    Klimaneutrale Brennstoffe

    Ab 2045 müssen die in Heizungen eingesetzten Brennstoffe vollständig klimaneutral sein.

    Konkrete Prozentwerte noch nicht bestätigt

    Die Bundesregierung nennt auf ihrer Informationsseite keine konkreten Zwischenstufen für den vorgeschriebenen Bioanteil. Die Einzelheiten der Grüngasquote ab 2028 sollen bis zum 1. Dezember 2026 in einem gesonderten Gesetz festgelegt werden.

    Was bedeutet das für bestehende Heizungen?

    Das neue Gesetz enthält keine allgemeine Pflicht, eine bestehende Öl- oder Gasheizung allein wegen ihres Energieträgers sofort auszutauschen.

    • Eigentümer können bei einem Heizungstausch grundsätzlich selbst entscheiden, welche Heizungsart sie einbauen.
    • Neben klimafreundlichen Heizsystemen bleiben auch neue Öl- und Gasheizungen grundsätzlich möglich.
    • Beim Einsatz von Öl oder Gas müssen die künftig geltenden Vorgaben für klimafreundliche Brennstoffanteile beachtet werden.
    • Ab 2045 dürfen für Heizungen nur noch vollständig klimaneutrale Brennstoffe eingesetzt werden.
    Gut zu wissen

    Die wichtigsten Punkte der neuen Förderung

    Die Bundesförderung für effiziente Gebäude wird fortgeführt. Die angepassten Förderbedingungen gelten seit dem 21. Juli 2026.

    Einkommensbonus wird gestaffelt

    Bei einem Haushaltseinkommen unter 30.000 Euro steigt der Bonus von bisher 30 auf 40 %. Bis 40.000 Euro bleibt er bei 30 %. Haushalte mit einem Einkommen bis 50.000 Euro können noch 10 % erhalten.

    Neuer Kinderzuschlag

    Für Familien reduziert der neue Kinderzuschlag das für den Bonus zugrunde gelegte Einkommen einmalig um 10.000 Euro.

    Förderfähige Kosten sinken

    Es werden maximal Kosten von 28.000 Euro gefördert. Bisher lag die Grenze bei 30.000 Euro. Die Deckelung sinkt anschließend halbjährlich um weitere 750 Euro.

    Klimageschwindigkeitsbonus angepasst

    Der Bonus für den frühzeitigen Heizungsaustausch wird zeitlich gestreckt und schrittweise gesenkt.

    Übergangsregelung für Förderanträge

    Förderanträge, die bereits vor dem 20. Juli 2026 zugesagt wurden, sind von den neuen Änderungen nicht betroffen.

    Ist eine Energieberatung weiterhin sinnvoll?

    Eigentümer können ihre Heiztechnik grundsätzlich selbst wählen. Vor dem Einbau einer neuen Heizung bleibt eine fachkundige Beratung dennoch empfehlenswert. Sie hilft, die Wirtschaftlichkeit, verfügbare Brennstoffe, zukünftige gesetzliche Vorgaben und mögliche Fördermittel einzuschätzen.

    Quelle und weiterführende Informationen

    Bundesregierung: Neues Gebäudemodernisierungsgesetz

    Stand der Informationen: 29. Juli 2026. Rechtliche und förderbezogene Vorgaben können sich ändern. Bitte prüfen Sie vor einer Investitionsentscheidung den jeweils aktuellen Stand.